Willkommen im Forum

Liebe Besucher,
Liebe Devotees,

nach monatelanger intensiver und freudiger Arbeit an dieser Webseite zusammen mit unserer Webdesignerin bin ich sehr glücklich, dass nun alles soweit vollendet ist. Heute am 9.9.2016
ist zudem der Erscheinungstag von Shrimati Radharani, ein äußerst glücksverheißender Tag
für die Premiere unseres Forums und dieser Webseite als Ganzes.

Anstelle von Verhaltensregeln möchte ich einfach alle TeilnehmerInnen höflich darum bitten,
nett zueinander zu sein und auch bei Meinungsverschiedenheiten – die naturgemäß immer irgendwann bei Diskussionen auftreten werden – stets den guten Ton zu wahren.

Ich freue mich auf einen regen Austausch.

Euer Vedanta

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Babaji zu Besuch am Bodensee

Babaji zu Besuch in Langenargen am Bodensee
(18. April 2019)

Eigentlich sollte Babajis Flug um 5:25 Uhr am Münchner Flughafen eintreffen, aber dadurch, dass aufgrund von akuter Kriegsgefahr [aus allen Ecken der Welt donnert es, der Sturm scheint wirklich nah!] das Flugzeug nicht über Pakistan fliegen durfte, verzögerte sich die Ankunft auf ca. 8:30 Uhr. Dies tat aber unserer fröhlichen Stimmung keinen Abbruch, und so fuhren wir unverzüglich mit dem Auto zum Bodensee, wo uns unser Gastgeber Vrajeshvara ji bereits sehr freudig erwartete.

An zwei Abenden sprach Babaji über seine Kindheitserinnerungen von dem Dorf, in dem er aufgewachsen war. Mit leuchtenden Augen schilderte er uns die verschiedenen vedischen Gebräuche von damals, wie sie das tägliche Leben prägten, und wie exakt dieselben Gebräuche bereits zur Zeit Shri Krishnas praktiziert wurden. Mit diesem Verständnis gewappnet, erschienen uns Krishnas Spiele mit einem Male noch lebendiger, weil wir nun beispielsweise verstehen konnten, wie das Drama mit Shakatasura geschehen konnte, warum sich während der Regenzeit der kleine Krishna überhaupt dort unter dem Wagen befand!

Babaji erklärte, dass die damalige Gesellschaft in Indien vorrangig auf spirituelle Erhebung ausgerichtet war, und nicht so sehr auf materielle Genüsse. Die Menschen waren innerlich zufrieden. Das Leben war langsam, einfach und friedlich.

Es gab kein Plastik und auch sonst keinerlei Müll, denn alles wurde dem Kreislauf der Natur wieder zugeführt. Diese vedische Kultur und Lebensart hatte sich seit Jahrtausenden bewährt und könnte in derselben Art und Weise auch Jahrtausende fortgeführt werden. Dies ist auch eine Bedeutung des Wortes Dharma, nämlich „das, was erhält und unterstützt“.

Selbst die einfachsten Menschen wussten um grundlegende vedische Weisheiten, z.B. des Ayurveda. Ein beliebtes Sprichwort lautete etwa:

Wenn Du Wasser im Stehen trinkst, wirst Du arm werden.“

Die Bedeutung davon ist tatsächlich, dass wenn man im Stehen trinkt, die Lüfte oder Pranas im Körper durcheinandergebracht werden, wodurch Krankheiten entstehen können.

Das ganze Dorf war wie eine einzige, große Familie. Jeder hatte eine respektvolle Beziehung mit jedem oder jeder, z.B. als Onkel oder Tante usw., und daher gab es auch keinerlei Inzest. Und noch etwas war besonders: Die Menschen hörten bereitwillig und offen zu, wenn jemand sie aufgrund einer falschen Handlung zurechtwies oder korrigierte.

Alle Herausforderungen wurden begeistert gemeinsam angepackt. Sei es das Organisieren einer Hochzeitsfeier, oder etwa das Einbringen der Zuckerrohrernte oder das Dreschen des Getreides.

Niemand im Dorf aß Fleisch oder trank Alkohol. Es gab allgemein auch wenig Privatsphäre, jeder wusste alles über jeden – für uns westliche Menschen heutzutage schlicht undenkbar. Aber der wahre Genuss im Leben besteht ohnehin im gemeinsamen Zusammenleben mit netten Leuten, mit denen man gute Beziehungen pflegt. Eigentlich wünschen auch wir westliche Menschen uns tiefe und erfüllende menschliche Beziehungen, gleichzeitig aber wollen wir unabhängig sein – und gerade darin besteht der große Widerspruch, erklärte Babaji.

Die Menschen damals auf dem Dorf waren einfach glücklich und zufrieden. Es gab auch keinerlei Kopfzerbrechen darüber, welchen Beruf man denn nun ergreifen solle (um dann später möglichst viel Geld zu verdienen). Der Beruf wurde einfach durch die Familienherkunft bestimmt.

Es gab viel harte Arbeit, aber auch viel Zeit zum miteinander Reden und zum Feiern der zahlreichen vedischen Feste wie Rama Navami oder Krishna Janmashtami.

Jai Shri Babaji Maharaja!

Babaji beim Spazierengehen